DeutschEnglishFrançais
Vision Themenvertiefung Schulung Eins�tze Kontakt Spenden

 

Versöhnung durch Vergebung

als pdf zum Herunterladen (164 KB)

Marcel Rebiai, Mai 1995

Was ist Schuld?
Wo Schuld begann
Wer ist schuldig?
Schuld lösen
Vergebung gewähren
Barmherzigkeit führt zu Versöhnung
Botschafter der Versöhnung


top ˆ
Versöhnung durch Vergebung und Barmherzigkeit 


Seit Beginn der Menschheit ist Versöhnung ein existentielles Thema; doch das Bewusstsein für ihre Notwendigkeit war kaum je so gross wie in unserer Zeit; Versöhnung zwischen Völkern, Gruppen und Individuen, Versöhnung des Menschen mit sich selbst und in erster Linie Versöhnung des Menschen mit Gott. Man kann ganz verschieden über Versöhnung sprechen; es gibt einen politischen, einen humanistisch-soziologischen und einen religiösen Ansatz. Ich will in diesem Artikel vor allem über den biblischen Ansatz sprechen, von dem ich zutiefst überzeugt bin, dass er das ganze Leben und das ganze Bewusstsein des Menschen erfassen kann und muss und daher dauerhafte Voraussetzung für Versöhnung schafft im Leben des Einzelnen, der sich ihm aussetzt. Was ist Voraussetzung für Versöhnung? Ich gehe auf zwei Dinge ein: Barmherzigkeit und Vergebung und der Umgang mit der Schuldfrage, einerseits als Angebot Gottes an den Menschen, andrerseits als Antwort des Menschen.
Sowohl was das Leben des Einzelnen als auch das Schicksal von Völkern anbelangt, ist Versöhnung und deren Notwendigkeit eine Frage von Leben und Tod. Um diese Dringlichkeit zu verstehen, müssen wir das Wort "Versöhnung" anschauen und zurückblenden: im Wort "Versöhnung" ist "Sühne" enthalten. Wo von Sühne gesprochen wird, muss zuvor Anklage erhoben und die Schuldfrage gestellt worden sein. Versöhnung hat immer irgendwie mit Bereinigung von Schuld und mit Vergebung zu tun. Um Versöhnung zu verstehen, wollen wir daher zuerst die Schuldfrage betrachten und uns dann der Frage der Barmherzigkeit zuwenden, um zuletzt das Wesen des Botschafters der Versöhnung anzuschauen.
 

top ˆ
Was ist Schuld?


Schuld ist ein Beziehungsaspekt der gefallenen Schöpfung und durchdringt den gesamten Lebensraum des Menschen. Wie Sauerteig eine Menge Teig durchsäuert, so ist das ganze Beziehungsnetz eines Menschen von der Realität der Schuld betroffen.
Unter Lebensraum verstehen wir die Gesamtheit der notwendigen Lebensvoraussetzungen, die jeder Mensch braucht, um an Leib, Seele und Geist optimal heranzuwachsen und sich heil zu entwickeln. Die Entwicklung des menschlichen Lebens ist primär abhängig von der Erfahrung lebensbejahender Zuwendung, als Voraussetzung jeder Art Wachstums, auch des biologischen. Das Erleben von Zuwendung, von Beziehung, ist für das Leben eines Menschen viel grundsätzlicher, existentieller als Essen und Trinken. Das Wort "Zu-wendung" bringt in sich schon Beziehung zum Ausdruck, das Bezogen-sein auf einen anderen. Schuld ist die Verweigerung von Zuwendung, von Beziehung. Wo ein Mensch nicht dem anderen zu-gewendet ist, missbraucht er ihn für seine eigenen Zwecke. Um selber zu Leben zu kommen, degradiert erseinen Nächsten zum Objekt. Wenn ich mich weigere, den anderen als einen zu betrachten, der wie ich das gleiche Recht auf Leben hat, sondern ihn nur in bezug auf meine eigenen Bedürfnisse anschaue, bin ich ihm nicht mehr zugewandt, bleibe ihm die Zuwendung schuldig. Ich werde an ihm schuldig, weil ich ihn nicht um seinetwillen bejahe, sondern nur um meinetwillen.
Wo ich nur auf mich bezogen, nur auf mich ausgerichtet bin, mache ich mich schuldig. Die Verweigerung von Beziehung kann ganz verschiedene Gesichter haben. Ich kann meinem Nächsten aktiv die Beziehung verweigern, indem ich ihn bekämpfe. Die Verweigerung ist jedoch ebenso real, wenn mir der andere gleichgültig ist, weil er für mich nicht interessant ist und meinen Bedürfnissen nicht dient. Weil ich den Lebensraum meines Nächsten verletze, werde ich schuldig. Schuld hat also immer mit Bezogen-sein, mit Beziehung zu tun und spielt sich darin ab.
So wie Schuld muss sich auch die Sühne von Schuld, die Versöhnung, innerhalb von Beziehungen ereignen. Versöhnt sein ist eine Beziehungsdimension.
 

top ˆ
Wo Schuld begann


Schuld kam in die Beziehung des Menschen zu Gott und zu anderen Menschen, als der Mensch sich von Gott abwandte, die Beziehung zu ihm brach, ihm das Vertrauen entzog und sich aneignete, was nur Gott gehört. Damit begann alle Schuld; und wo sich der einzelne Mensch nicht wieder bewusst Gott zuwendet, bleibt er in dieser Realität des Beziehungsbruchs zu Gott und damit auch zu den Menschen. Mit dem Verlust der Beziehung zu Gott hat der Mensch durch den Sündenfall auch die Beziehung zu sich selber verloren. Er verlor sein innerstes Bewusstsein, das Verständnis der Wirklichkeit Gottes und seiner selbst. Er weiss nicht mehr, wer er ist und wer Gott ist. Der Mensch verlor sein Selbstverständnis und damit das Gefühl für seinen Wert und Lebensraum.
Die erste Reaktion nach dem Sündenfall war Angst: Die Menschen versteckten sich vor Gott. Wenn man nicht mehr weiss, wer Gott ist, wer man selber ist, und den Bezug zur Wirklichkeit Gottes verliert, dann ist man ausgeliefert. Das wurde den Menschen schmerzlich bewusst: Sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie realisierten, dass sie das Wissen um die eigene Wirklichkeit und den Bezug zu sich selber verloren hatten. Die Menschen verloren damit ihre Identität.
Weil sie erkannten, dass sie nackt waren, schämten sie sich. Verlust von Identität, Selbstwertgefühl und Beziehungsfähigkeit führt zu Scham. Mittels der Schöpfung selber hat Gott die Nacktheit der Menschen notdürftig bedeckt. Bis heute beziehen wir aus der Schöpfung, aus der Geschöpflichkeit Leben als Ersatz für das wahre, ewige Leben aus Gott: Wir freuen uns an der Natur, an vertrauten Freunden, schönem Wohnen, gutem Essen, alles Aspekten dieser vergänglichen Schöpfung. Doch alles Leben, das wir aus der Schöpfung beziehen, wird eines Tages mit ihr vergehen; ewig bleibt nur, was jeder in Jesus gelebt hat.
Der Mensch konnte nur noch weiterleben, indem anderes Leben für ihn hingegeben wurde. Tiere starben an seiner Stelle, um seine Nacktheit zu bedecken. Diese Tatsache fand ihren weiteren Ausdruck in den Opfern des alten Bundes, die auch den Hinweis auf den in sich trugen, der einmal kommen würde, um das wahre Leben zurückzubringen. Dieses Opfer setzt sich fort in allen Beziehungen: Würden beispielsweise Vater und Mutter nicht täglich ihr Leben einsetzen und weggeben, so würde die Blösse und Hilflosigkeit ihrer Kinder nicht bedeckt, sie würden nicht zu Leben kommen, in der nackten Angst verlassen bleiben und letztlich sterben. Bis heute kann Nacktheit nur bedeckt werden, wenn Leben gegeben, geteilt wird. Statt auf Gott bezogen zu bleiben, ihm zu vertrauen, zog es der Mensch vor, auf sich selber zu blikken und sich zum Massstab der Dinge zu machen. Das blieb bis heute unverändert. Jede Abwendung von Gott führt zur Selbstfixierung, zum Egoismus. Wenn Gott dem Menschen nicht mehr Lebensraum schaffen und geben kann, wie er das mit der Schöpfung tat, dann muss sich der Mensch, um zu überleben, diesen selber aneignen, sich damit aneignen, was zu geben nur Gott zusteht.
Damit beginnt der Überlebenskampf auf allen Ebenen, der Kampf um Bestätigung und Anerkennung. Darin macht sich jeder ganz direkt schuldig am Leben seines Mitmenschen, weil Kampf immer auf Kosten des einen oder anderen geht. Der Starke vergreift sich am Leben des Schwächeren und enteignet ihn in irgendeiner Form seines Besitzes. Um selber zu Anerkennung, zu Macht, zum Leben zu kommen, nimmt oder beschneidet man dem Nächsten seine materiellen Lebensmöglichkeiten; vergreift sich an seiner Seele, indem man ihn erniedrigt, verachtet, blossstellt, oder grenzt ihn aus, indem man ihn einfach nicht wahrnimmt, ignoriert. Auch das ist Schuld.
 

top ˆ

Wer ist schuldig?


"Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes" (Röm. 3,23). Alle, ich, du, dein Bruder, deine Schwester, deine Kinder, deine Eltern...
 

top ˆ
Schuld lösen


Die Menschen versuchen auf verschiedenen Wegen die Schuldfrage zu lösen:
  1. Einfachste Lösung
    Am einfachsten mit Schuld umzugehen ist es, sie zu ignorieren, sie nicht wahrhaben zu wollen. Auf die Jahre hinaus wird es jedoch immer schwieriger werden, den Schrei der Anklage zu ersticken, weil die Anklage in den Beziehungen zu Menschen immer mächtiger, gehässiger und umfassender wird.
  2. Philosophische Lösung
    Schuld wird als integrierter Bestandteil unseres Menschseins akzeptiert und erklärt, als die menschliche Seite des Lebens anerkannt und stehengelassen.
  3. Psychologische Lösung
    Schuld wird als lebensverneinende Komponente des Lebens verstanden, die man loswerden muss und kann durch Therapien, Erklärungen oder Projektion (auf andere Menschen, auf das Böse).
  4. Atheistische Lösung
    Man sagt: Schuld und Schuldgefühle kommen nur auf, wenn man sich auf Gott bezieht, an ihn glaubt.
Doch wo Schuld und Anklage ist, da ist das Gericht nicht zu umgehen, um die Schuld loszuwerden. Es muss Recht gesprochen werden. Darum heisst es in 2. Kor. 5,21: "Ihn, der von Sünde nichts wusste, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gottes Gerechtigkeit würden." Den schuldlosen Gottessohn, Jesus, hat Gott wegen uns zur Sünde, zur Schuld gemacht. "Wir alle irrten umher wie die Schafe; jeder ging seine eigenen Wege. Aber Jahwe liess ihn treffen die Schuld von uns allen" (Jes. 53, 6). Gottes Gericht, das die Schuldfrage regelte, hat stattgefunden. "Er wardt durchbohrt um unserer Sünden willen, zerschlagen für unsere Missetaten. Zu unserem Frieden lag die Strafe auf ihm; durch seine Striemen ist uns Heilung geworden" (Jes. 53,5). Die Lösung der Schuldfrage ist keine billige Sache. Wo Schuld ist, muss auch Strafe sein, nach dem Mass der Schuld; in diesem Fall Todesstrafe! "Den gegen uns lautenden Schuldbrief mit seinen Bestimmungen hat er ausgelöscht und ihn beseitigt, indem er ihn ans Kreuz heftete." (Kol. 2,14). Gott selber hat dafür gesorgt, dass die gegen uns lautende Anklage mit allen weiter oben beschriebenen Folgen ausgelöscht wurde. Er hat die Anklage beseitigt (nicht einfach vergessen oder "Gras darüber wachsen lassen"!). "Ja, Gott hat in Christus die Welt mit sich versöhnt; er rechnet ihnen ihre Fehltritte nicht mehr an und hat unter uns das Wort der Versöhnung gestiftet" (2. Kor. 5,19).
Der einzige Ort, wo Schuld beseitigt wird, ist das Kreuz. Durch sein stellvertretendes Sterben (die Todesstrafe galt uns!) hat Jesus die Anklage vernichtet. An diesem Ort wird die Schuldfrage eines jeden gelöst. Am Kreuz erkennen wir, dass wir alle, ohne Ausnahme, schuldig sind. Hier fällt jeder Stein aus unserer Hand, den wir aufgehoben hatten, um ihn auf den anderen zu werfen; hier wird jeder von sich und seinen Forderungen befreit, seine Rechtsansprüche und Anklagen gegen sich und seinen Nächsten werden beseitigt.
Aus der Erfahrung heraus, dass ich wirklich schuldig war und bin, dass ich keine Gedanken des Heils hatte, weder über mich selbst noch über andere, sondern nur urteilte, anklagte oder allem Leiden, der Not anderer gleichgültig gegenüberstand und mir dann vergeben wurde, wächst Liebe. Wie in Ps. 51 geht es um das Bekenntnis meiner Schuld vor Gott: "An dir bin ich schuldig geworden durch meine Haltung, meine Gedanken; denn du bist ein Gott des Lebens, der Vergebung, ein Gott der Liebe. Du bist ans Kreuz gegangen, um die Schuld und die Not der Menschen zu tragen. Ich hingegen bin in meinem Verhalten ganz darauf eingestellt zu richten, Lebensraum zu nehmen, Menschen herabzusetzen und blosszustellen in der Hoffnung, selber besser dazustehen, damit meine Schuld, meine Not nicht so sichtbar wird." So werde ich schuldig, Gott gegenüber, dann gegenüber dem Nächsten und mir selber.
An der Realität der Schuld in meinem Leben und der Notwendigkeit, sie zu erkennen, zu bekennen, um Vergebung zu bitten, kann ich rein nichts ändern. Das Einzige, was mir zu sagen bleibt, ist: "Herr, sei mir Sünder gnädig!" Das ist die einzige Haltung, die zur Vergebung führt. Aus der grundsätzlichen und dann täglichen Erfahrung, dass Gott mir vergibt, wächst die Liebe; das Reich Gottes fängt an, sich in mir auszubreiten.
 

top ˆ
Vergebung gewähren


"...wenn ihr aber den Menschen ihre Verfehlungen nicht vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch nicht vergeben" (Mt. 6,15). Vergebung ist Voraussetzung zur Versöhnung, der Schlüssel, um die Gefängnistüren von Feindschaft und Hass, von Einsamkeit, Dunkelheit und innerer Armut aufzuschliessen, um Menschen ins Licht, in die Freiheit, in die Hoffnung, in einen Neubeginn zu führen.
Vergeben heisst, die Anklage aufgeben, auf Genugtuung zu verzichten, Menschen aus der Anklage entlassen, auch wenn sie noch so berechtigt wäre. Weil ich die Barmherzigkeit Gottes erfahren habe, kann und soll ich meinem Nächsten gegenüber barmherzig sein. Weil ich selber aus der Anklage entlassen wurde, Freiheit von Strafe und Gericht erfahren habe und jeden Tag neu anfangen kann, bin ich gerufen, meine Schuldner, gegen die ich Grund zur Anklage habe, jeden Tag neu freizugeben, damit auch sie neu anfangen können, damit Neues entstehen kann in ihrem Leben, damit heile Beziehungen wachsen können und die Hoffnung auf Veränderung jeden Tag neu erwacht. Daher sagt Jesus zu Petrus: "Nicht siebenmal, sondern siebenundsiebzigmal sollst du vergeben", also jeden Tag neu, ohne Grenzen, einen Neuanfang gewähren, immer mit der Hoffnung auf Umkehr.
In der Haltung der Vergebung wird das Wesen Gottes in unserem Leben am meisten sichtbar; hier leuchtet das Reich Gottes am hellsten. Gott schafft immer Rettung, Heil und Befreiung. Der Teufel hingegen klagt an, knechtet und zerstört. Wer nicht vergibt, Menschen nicht aus negativen Bildern und Erfahrungen entlässt, an der Anklage und am Gericht festhält, identifiziert sich mit dem Ankläger - und das ist nicht Gott! Wer nicht bereit ist, andere Menschen aus der Anklage zu entlassen, in dessen Herzen kann sich die Liebe Gottes nie richtig ausbreiten, und die Botschaft der Versöhnung wird ihm fremd bleiben. Selbst die von Gott erfahrene Barmherzigkeit wird ihm abhandenkommen, und Finsternis wird wieder Einzug halten.
Versöhnung geschieht also sehr einfach: Bekennen von Schuld, um sich Schuld vergeben zu lassen und um selber Schuld zu vergeben. 
 

top ˆ
Barmherzigkeit führt zu Versöhnung


Versöhnt sein heisst, offen vor Gott und dem Nächsten zu stehen, ohne Anklage, und ohne etwas zu verstecken.
Versöhnung ist nicht theoretisch, keine Absolution für das Bekenntnis einiger Sünden. Versöhnung bedeutet die totale Wiederherstellung von Beziehungen und ergreift das ganze Wesen eines Menschen, alle Ebenen seines Lebens.
Das konkrete Ausleben von Barmherzigkeit schafft diesen Raum zur Versöhnung und Veränderung auf allen Ebenen eines Menschenlebens.
Diese Barmherzigkeit ist nicht eine emotionell motivierte Hilfe aus der Position des Stärkeren dem Bedürftigen gegenüber, um möglichst rasch Abhilfe zu schaffen. Barmherzigkeit bedeutet, in die Not, in das Dunkel und das Leiden eines Menschen einzusteigen, indem ich die Beziehung zu ihm aufbaue und mich persönlich an seinem Leben beteilige. Das kann ich nur, wenn ich sein Leiden aushalte und ihm durch meinen Glauben und meine Hoffnung für ihn Raum schaffe zur Umkehr, zur Busse, zur Heilung und zur Wiederherstellung. Solche Barmherzigkeit schafft den Raum, damit ein Mensch zu Gott, zu sich und zu seinem Bruder zurückfindet. Das gilt sowohl für das Opfer als für den Übeltäter.
Natürlich ist es einfacher, dem, der Unrecht erleidet, Zuwendung und Barmherzigkeit zu erweisen, denn sein Leben wurde durch das Böse in irgendeiner Form von Gewalt, Unrecht und Erniedrigung zerstört. Die verständlichen Folgen sind Bitterkeit, Anklage, Verweigerung von Vergebung, das Pochen auf Genugtuung und Hass. Doch diese Folgen verbauen einem Menschen die Rückkehr zum Leben, verunmöglichen Wiederherstellung, Heilung und wahre Versöhnung. Als Botschafter der Versöhnung Barmherzigkeit leben heisst hier durch Zuwendung, durch Liebe, durch das Weinen mit dem Weinenden einem verwundeten, bitteren Menschen Raum zur Heilung, zur Befreiung aus Bitterkeit, Hass und Anklage zu schaffen und ihn herauszuführen aus seinem Gefängnis der Einsamkeit, in dem ihn sein Leiden festgekettet hat.
Es ist nicht nur einfach, Opfern gegenüber diese Barmherzigkeit entgegenzubringen. Bald einmal wird jede emotionell begründete Barmherzigkeit ersterben, denn oft wird man als ein Botschafter der Versöhnung zuerst einmal Zielscheibe der angestauten Aggression, der Ablehnung und der Bitterkeit. Doch in der barmherzigen Haltung der Versöhnung ist es möglich, das auszuhalten, ohne die Beziehung abzubrechen. Ein Botschafter der Versöhnung wartet, betet, leidet mit und fährt fort, Hoffnung und Neuanfang in ein solches Leben hineinzusprechen.
Wie steht es nun mit Barmherzigkeit mit den Übeltätern? Kann man Menschen, die in unsern Augen bewusst Böses tun, bewusst Gewalt ausüben, andere erniedrigen, Hab und Gut wegnehmen, verleumden und negativ über andere reden, demütigen und morden, Hass und Vernichtung verbreiten, wie Raubtiere das Leben anderer verzehren, Barmherzigkeit erweisen?! Ist Barmherzigkeit überhaupt angebracht, da wo man der nackten Schuld begegnet, wo Menschen scheinbar von innen heraus im Griff des Bösen sind und man den Eindruck hat, dass sie sich bewusst dem Bösen hingegeben haben?! Soll man überhaupt Beziehungen zu Menschen aufbauen, die scheinbar ohne Gewissensbisse stolz darauf sind, andere Menschen vergewaltigt und zerstört zu haben?! Soll man sich solchen Menschen zuwenden, wo doch Zorn, Verachtung, Vergeltung, ja Hass die ersten Gefühle sind, die sich in einem regen?!
Genau darin unterscheidet sich das Reich Gottes von der natürlichen Welt: Gott gab seinen Sohn für uns dahin, als wir noch seine Feinde waren (nach Röm 5,8)! Gott machte uns das Angebot der Versöhnung, als wir ihn noch verachteten, ignorierten, belächelten, ableugneten, ja gar bekämpften und aus Hochmut und Stolz seine Liebe zurückwiesen. Jesus nannte auch Judas, von dem er wusste, dass er ihn verraten werde, seinen Freund. Das waren keine leeren oder ironischen Worte. Jesus wollte Judas damit Raum zur Umkehr schaffen, so wie ein anderer Verräter Jesu umkehren konnte und später zum Apostelfürsten wurde: Petrus. Barmherzigkeit mit den Übeltätern, was fremd in unseren Ohren klingen mag, können wir nur leben, wenn wir uns zwei Tatsachen vor Augen halten:
Erstens die Realität unseres eigenen Herzens: "Es gibt keinen Gerechten, auch nicht einen. Alle sind abgewichen, allzumal verdorben, keiner ist, der Gutes täte, auch nicht einer! Ein offenes Grab ist ihre Kehle, sie üben Trug mit ihrer Zunge, Natterngift ist unter ihren Lippen. Ihr Mund ist voll von Fluch und Bitterkeit. Schnell sind ihre Füsse zum Blutvergiessen; Vernichtung und Unheil ist auf ihren Pfaden, den Weg des Friedens aber haben sie nicht erkannt. Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen." (Röm. 3,10-18). Wir müssen erkennen, dass wir tatsächlich zu Gleichem fähig wären wie jeder Terrorist, wenn wir unter den Einfluss des Hasses kommen. Es ist nicht unser Verdienst, sondern Gnade, wenn wir nicht in gleicher Weise dem Bösen ergeben sind!
Zweitens: Gott hat kein Gefallen am Tod des Gottlosen (Hes. 18,23). Er will, dass der Gottlose umkehre und lebe. Jeder Mensch ist sein Geschöpf, geschaffen, ihn, den lebendigen Gott, zu erkennen und zu lieben; ihn, von dem der Prophet Jesaja sagt: "Denn du bist unser Vater" (Jes. 63,16). Durch den Messias, Jesus, kann jeder zum Vater nach Hause kommen und dort das Leben erfahren. Seit dem stellvertretenden Tod des Sohnes Gottes, seitdem der Gott Israels aus Liebe zu seiner Schöpfung in seinem Sohn sein eigenes Herz dahingegeben hat, geht die Frage der Gerechtigkeit und des Rechtes nicht mehr durch die Gerichtssäle dieser Welt, sondern durch das zerrissene Herz des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs. Das Böse wird nicht mehr mit seiner Waffe bekämpft: Hass gegen Hass, Gewalt gegen Gewalt (Auge um Auge, Zahn um Zahn). Um alle Menschen zu retten, hat Gott sich zur Barmherzigkeit dem Übeltäter gegenüber entschlossen. Solange er lebt, bleibt auch dem Übeltäter immer die Möglichkeit der Umkehr.
Natürlich muss das Böse entlarvt und gerichtet werden. Selbstverständlich kann der Botschafter der Versöhnung nicht anders, als das Böse, die Gewalt, die Lüge, die Verleumdung, den Hass, den Hochmut, die Verachtung, ablehnen und hassen. Wenn es etwas gibt, was wir hassen sollen, dann das Böse, zuerst in unserem eigenen Leben und dann auch im Leben anderer. Doch das Reich Gottes macht einen Unterschied zwischen dem Sünder und der Sünde, zwischen dem, der gefangen ist vom Bösen, und dem Bösen selbst. Leider wird nicht jeder die Versöhnung annehmen, nicht jeder in die dargebotene Hand einschlagen, umkehren und sich vom Bösen abwenden. Aber solange der Mensch lebt, gibt es seitens Gottes immer Hoffnung, denn es heisst: "Hoffnung lässt nicht zuschanden werden" (Röm. 5,8).
In der Barmherzigkeit mit dem Übeltäter wird ein Botschafter der Versöhnung den Preis der Versöhnung in seinem ganzen Schmerz, in der ganzen Dunkelheit erfahren.
Viele Bemühungen und Anstrengungen werden unternommen, um Versöhnung auf einer rein menschlichen Ebene zu leben. Doch wenn Gott ausgeklammert wird, der als einziger das Recht hat, Schuld aus der Mitte zu nehmen, dann bleibt wahre Versöhnung eine Utopie, die bestenfalls eine vorübergehende Konfliktlösung sein kann. Jede Lösung von Konflikten ist begrüssenswert. Wahre Versöhnung kann ein Mensch jedoch nie gewähren, da er dafür die Schuld auf sich nehmen müsste. Er müsste den Preis für die Schuld bezahlen, den Anspruch auf sein Leben aufgeben, also sterben, weil immer Leben gegen Leben steht.
Im allgemeinen versucht der Mensch, einen Konflikt zu begrenzen, ihn soweit als möglich einzudämmen. Selbst das hat seinen Preis. Die Kosten werden so gleichmässig als möglich auf alle beteiligten Parteien verteilt, sodass keiner das Gesicht verliert, seinen Selbstwert verliert oder als Verlierer dasteht. So findet man einen Kompromiss; die Wurzel des Konfliktes wird jedoch nicht ausgehoben. Der Konflikt ist nur eingedämmt ; er kann jederzeit wieder aufbrechen. Mittels Abmachungen entsteht ein Handlungsspielraum, der die Ansprüche der Einzelnen begrenzt und vertraglich festlegt. Dies führt in die Enge. Versöhnung hingegen führt in die Weite, weil man loslassen, freigeben kann und niemanden in Pflicht nehmen muss.
Auf Grund dieser Überlegungen mag man sich fragen, ob dann Versöhnung zwischen Nationen, die als Staaten die Realität Gottes ausklammern, Versöhnung möglich ist. Im politischen und juristischen Bereich ist der Kompromiss der einzige Weg, Schuld in Grenzen zu halten. Einem Kompromiss auf Staatsebene muss jedoch auf der persönlichen, zwischenmenschlichen Ebene der Beziehung Versöhnung folgen, sonst wird auch ein Kompromiss nicht lange hinhalten. Wir wollen Zeugnis ablegen von der wahren Versöhnung in Jesus Christus, die Herzen zu verändern vermag.
 

top ˆ
Botschafter der Versöhnung


Versöhnung kann nur weitertragen, wer diese auch an sich selber erfahren hat und darin lebt. Nach 2. Kor 5 ist die Voraussetzung dafür Neuwerden; nicht weniger! "Also: wenn einer in Christus ist, so ist er ein neues Geschöpf. Das Alte ist vergangen; siehe, Neues ist geworden. Das alles aber kommt von Gott her, der uns mit sich versöhnte durch Christus und uns den Dienst der Versöhnung übertrug. Ja, Gott hat in Christus die Welt mit sich versöhnt; er rechnet ihnen ihre Fehltritte nicht mehr an und hat unter uns das Wort der Versöhnung gestiftet. So sind wir also Botschafter an Christi Statt, da ja Gott durch uns Mahnungen ergehen lässt. An Christi Statt bitten wir: 'Lasst euch versöhnen mit Gott.'" (2. Kor.5,17-20)
Auch als Christen müssen wir uns immer wieder fragen: Erlebe ich dieses Neuwerden an meinem inwendigen Menschen? Ist Versöhnung eine Realität in meinem Leben? Gibt es in meinem Leben keine Anklage mehr gegenüber Gott, dem Nächsten, der Familie, den Freunden, der Gemeinde? Erfahre ich die Gerechtigkeit Gottes im Alltag? Habe ich Lebensraum, wo ich mich ganz geschützt und geborgen fühle, unabhängig von Umständen? Muss ich nicht mehr um mein Leben kämpfen? Lebe ich im Frieden?
Menschen, die ganz in Christus sind, haben Versöhnung erlebt. Sie wurden durch Jesus versöhnt mit dem Vater, mit sich selbst und mit ihrem Nächsten. Ein mit Gott versöhnter Mensch steht in einer wiederhergestellten heilen Beziehung zu Gott. Ein mit sich selbst versöhnter Mensch hat eine heile Beziehung zu sich selbst. Ein mit dem Nächsten versöhnter Mensch steht in einer heilen, wahren Beziehung diesem.
Es geht nicht darum, zuerst alle Schritte von der Erkenntnis der eigenen Schuld, der Vergebung, das Erfahren von Gerechtigkeit und Frieden als Frucht davon hinter sich zu haben; das wird nie der Fall sein. Gott genügt unsere Bereitschaft zur Wahrhaftigkeit in unserem Denken, Reden und Tun, und er wird in uns seine Versöhnung hineinwachsen lassen. Das Reich Gottes wird in uns aufwachsen. "Das Himmelreich ist gleich einem Senfkorn, das einer nahm und in seinen Acker säte. Das ist zwar das kleinste aller Samenkörner. Wenn es aber herangewachsen ist, ist es grösser als die Gartengewächse und wird zu einem Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen wohnen." (Mt. 13, 31-32)
Jeder Mensch, der Versöhnung an seinem Leben erfahren hat, ist ein Botschafter der Versöhnung. Sein Leben soll ein Ort werden, wo Menschen die Nähe und Zuwendung Gottes erfahren, sie die Lösung der Schuldfrage, das Leben in der Gerechtigkeit und im Frieden Gottes an Leib, Seele und Geist erleben können. Das Leben eines versöhnten Menschen soll wie dieser Baum sein, der vielen Menschen Obdach, Schutz und Unterschlupf bietet:
"Ihr sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater auch vollkommen ist" (Mt. 5,48). Das sind weder leere Worte Jesu noch Ideale, die nicht einmal für die Besten der Besten erreichbar wären. Sie sind wohl unerreichbar für den natürlichen Menschen, der aus eigener Kraft versucht, das Gute zu tun, erreichbar aber für den, der Vergebung von tödlicher Schuld, Befreiung aus Angst, die Liebe Gottes und die Auferstehung zu einem neuen Leben erfahren hat, diese Vollkommenheit für den, der von Herzen sagen kann: "Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir" (Gal. 2,20).
Niemals kann ein Mensch aus sich heraus Hoffnung auf Veränderung, Befreiung und Heilung in das masslose Leiden und den Schmerz eines erniedrigten Menschen hineinsprechen. Wir sind ohnmächtig. Unser Trost kann leicht schal werden. Aber Christus in mir, er, der das Leiden gekannt und ertragen hat wie kein Geschöpf und die Herzen bis auf den Grund kennt, schafft durch das Herz seiner Botschafter hindurch Trost und Hoffnung. Er selber wird dem verletzten Menschen neues Leben schaffen.
Noch weniger kann ein Mensch aus sich heraus in die Finsternis eines verhärteten, hasserfüllten, hochmütigen oder feigen Herzens Licht hineintragen, zur Umkehr und zur Wahrheit rufen, Hoffnung auf ein neues Leben in Gerechtigkeit und Frieden hineinsprechen. Nein, nur Christus in mir, der den Angriff und die Gewalttat des Bösen wie kein Geschöpf vor ihm an sich erfuhr und das Böse überwand (1. Joh. 3,8: "Der Sohn Gottes kam, um die Werke des Teufels zu zerstören..."). Nur er kann durch mein Herz Hoffnung auf Umkehr und Veränderung in das Leben des Übeltäters hineinsprechen und Licht in seine Finsternis bringen; durch unser Herz, "denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen." (Röm. 5)
Wenn meine Motivation, Versöhnung zu schaffen, nicht die Liebe zu Gott und meinem Nächsten ist, so ist mein ganzes Tun sinn- und hoffnungslos (vgl. 1. Kor. 13, ganzes Kapitel!). Versöhnung ist nicht einfach eine geistliche Sache; sie hat ganz konkret mit der Art und Weise zu tun, wie ich Beziehung zu Menschen lebe, zum Opfer wie zum Übeltäter. An der Art, wie ich das tue, muss das Reich Gottes sichtbar werden. Es wäre so einfach, aus der Identifikation mit menschlichen Emotionen heraus zu handeln, Partei zu ergreifen, Menschen nahezukommen, indem man ihre Feindesbilder übernimmt, ihre Aggressionen teilt, und von daher Kraft zum Handeln zu beziehen. So menschlich verständlich dieser Weg auch sein mag, er kann nie ein Weg des Reiches Gottes sein und auch nie zur Versöhnung führen. Unser Kampf kann nie gegen Fleisch und Blut sein. Daher kann der Mensch nicht unser Feind sein; er ist immer einer, den es für das Reich Gottes zu gewinnen gilt.
Ein Botschafter der Versöhnung lebt Beziehungen mit der Haltung, dass er kein Ankläger ist, dass er gegen niemanden ein Recht einfordern kann, dass er aber auch niemanden bekämpfen muss und keiner sein Feind sein kann. Er kann keine Partei ergreifen. So wollen auch wir uns immer wieder weigern, uns mit dem negativen Denken, das Menschen über andere haben, zu identifizieren und in uns Feindesbilder entstehen zu lassen, so "gerechtfertigt" diese auch sein mögen. Nur gegen das Böse wollen wir Partei ergreifen.
Ein Botschafter der Versöhnung tritt immer in den Riss, der entstanden ist zwischen Gott und den Menschen, zwischen Menschen und Menschen, zwischen Völkern und Völkern... Wenn wir ganz auf Jesu Seite stehen, werden wir erfahren, dass wir jenseits von Sympathie und Antipathie zu allen Menschen gleich weit haben, uns alle Menschen gleich nahe sind, weil jeder Mensch Gott gleich nahe steht. Er hat keine Lieblingskinder.
So wie sich Gott entschieden hat, sich anspeien, verachten, schlagen und ablehnen zu lassen, ohne sich abzuwenden und die Beziehung abzubrechen (Jes. 53), ohne die Hoffnung auf Umkehr aufzugeben, genauso ist derjenige, der zu ihm gehört, sein Kind, sein Diener, sein Botschafter, in die gleiche Realität hineingenommen. Dazu muss er sein Herz immer wieder von Anklage, Bitterkeit und Zorn reinigen lassen, um täglich für den Gewalttäter und Stolzen, für den Hasser und Verächter um Befreiung vom Bösen zu bitten und zu ringen. Um Gottes Willen soll sich ein Botschafter der Versöhnung nicht vom Bösen überwinden lassen, sondern mit dem Blick auf den Sohn Gottes am Kreuz aushalten. Er soll nicht aufgeben, die Barmherzigkeit Gottes dem Übeltäter gegenüber zu leben und ihm die Hand zu bieten, damit er Befreiung vom Bösen erfährt und zur Versöhnung findet. Das ist der Anspruch des Reiches Gottes seit dem Kommen des Messias Jesus.
Die anspruchvollste Arbeit eines Botschafters der Versöhnung ist darum die Arbeit an seinem eigenen Herzen. Täglich gilt es, mein Herz reinigen zu lassen von Bitterkeit, wo ich verletzt wurde, von Anklage, wo mir Unrecht geschah, von Verletzlichkeit, Gleichgültigkeit, Halbwahrheit und Lüge, negativem Reden und Denken über andere (selbst wenn es "gerechtfertigt" wäre), von Ärger und Aggression, Distanz und Stolz, von Anklage und Pochen auf Genugtuung, von Unglauben und Rechthaberei. So könnte man die Liste endlos weiterführen. Wer die Botschaft der Versöhnung verkünden, Menschen zu Versöhnung führen will, muss darum ringen, dass sein enges Herz weit und rein wird; denn nur wer ein reines Herz hat, kann Gott schauen, um von ihm her den Menschen zu schauen, wie Gott ihn sieht. Jesus hat sich ganz mit der Anklage und mit dieser unheilen Welt eingelassen. Er hat sich der Ablehnung, dem Hass und allem Misstrauen nicht entzogen. Das Ergebnis, die Konsequenz seines Lebens war der Tod. Nicht anders wird es einem Menschen gehen, der auf allen Ebenen seines Lebens Versöhnung auslebt, denn "der Knecht ist nicht grösser als sein Meister". Wer Versöhnung leben will, muss sich bewusst werden, dass er damit ein Kampffeld betritt, auf dem von beiden Seiten geschossen wird. Dies hat Jesus das Leben gekostet. 
Doch Botschafter der Versöhnung dürfen die Verheissung für sich beanspruchen:
"Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heissen." Mt. 5,9
© 2008 created by 2sic with 2flex