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Mit Tränen säen, mit Freuden ernten

Predigt von Marcel Rebiai

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Tränen sind unumgänglich
... als wäre es im Traum
Gott lässt uns an unsere Grenzen kommen
Vorbilder in der Bibel
Vertrauen und Hoffnung säen
„Dennoch bleibe ich stets an dir”
Lachen, das unser ganzes Wesen erfüllen soll


In der Offenbarung heisst es: „Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.” (Off. 21,3-4)

Dieses Thema finden wir schon im Alten Testament. Im Propheten Jesaja steht: „Auf diesem Berg nimmt er die Hülle weg, die auf allen Völkern liegt, und die Decke, die über alle Heiden ausgebreitet ist. Er vernichtet den Tod auf immer, und der Herr wischt ab die Tränen von jedem Angesicht und nimmt seines Volkes Schmach hinweg von der ganzen Welt.” (Jes. 25,7-8)

Habt ihr euch schon einmal überlegt, weshalb es das Wort Gottes so wichtig nimmt, dass sowohl Jesaja als auch Johannes von diesem Tag sprechen, an dem Gott die Tränen abwischen wird? Mich hat es berührt, als mir neu bewusst wurde, wie sehr es Gott daran liegt, uns ins Herz zu schreiben: Es kommt ein Tag, an dem die Tränen abgewischt werden - und ER selbst wird das tun! Das heisst konkret: Gott rechnet damit, dass es Tränen gibt.


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Tränen sind unumgänglich

Dass es Tränen gibt, ist unumgängliche Realität; sonst würde es nämlich nicht heissen, dass er jede Träne abwischen wird. Es steht nicht: von denen, die weinen, sondern: von jedem Angesicht. Tränen sind eine Realität. Offenbar kommen wir mit Tränen in das Reich Gottes, in seine Gegenwart. Mit Tränen in den Augen in seine Gegenwart kommen, was heisst das? Das ist nicht, was wir uns vorstellen. Wer will schon in Lebensumstände hineinkommen, die ihn zu Tränen treiben? Das ist nicht das Leben, die Zukunft, nach der wir uns ausstrecken. Wenn schon, dann wollten wir gerne jetzt schon tränenfrei sein. Alles, was in der Welt unternommen wird, hat zum Ziel, Tränen möglichst zu vermeiden und auszumerzen. Das Ziel heisst Spass, Wohlbefinden, Erholung - keine Spannung, kein Stress. Das verträgt sich schlecht mit den Tränen. Natürlich gibt es auch solche, die Tränen heulen vor Lachen. Aber ich glaube kaum, dass Gott diese Tränen abwischen will. Manchmal gibt es auch Tränen, wenn wir gähnen; auch um diese geht es nicht.

Bevor wir einen Psalm ansehen, der uns tiefer ins Thema führt, ist es wichtig zu realisieren: Dass der Tag kommt, an dem Gott die Tränen abwischen wird, ist in erster Linie eine unglaubliche Verheissung. Welch eine Zukunft, dass Gott selber jedem von uns die Tränen abwischen wird! Mit anderen Worten heisst das: Es kommt der Tag des endgültigen und absoluten Trostes. Tränen abwischen heisst Trost erfahren. Gott sagt: „Der Moment kommt, wo ihr Trost erfahren werdet, und zwar in der Fülle.” Denn Trost werden wir brauchen, weil Tränen offensichtlich Realität sind.


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... als wäre es im Traum

Psalm 126 spricht von denjenigen, die nach Hause kommen; nicht nur von Israel, das in sein Land zurückkommt, sondern auch von der Gemeinde, die nach Hause, in die Gegenwart Gottes kommt: „Heimwärts führte der Herr die Gefangenen Zions, und zwar als geschah es im Traume. Da ward von Lachen erfüllt unser Mund und unsere Zunge von Jubel. Da sagten sie unter den Heiden: Der Herr hat an ihnen Grosses getan. Ja, Grosses hat der Herr an uns getan. Wie wurden wir fröhlich! Wandle, Herr, unser Geschick, wie du wandelst die Bäche im Südland. Die mit Tränen säen, sie werden ernten in Freude. Weinend gehen sie dahin. Sie gehen und streuen den Samen. Doch kommen sie wieder mit Jauchzen, sie kommen und bringen ein ihre Garben.”

Dieser Psalm spricht davon, dass es ein Heimkommen gibt. Es kommt der Moment, wo wir alle nach Hause kommen. Auf diesen Moment warten wir ja alle; wir sehnen uns danach, dass wir endlich beim Vater zu Hause ankommen. Wir können uns nicht vorstellen, was dieses Erleben in uns auslösen wird! Der Psalmist versucht, diese Erfahrung zu beschreiben. Es ist schlicht ein Traum, also etwas, was wir uns eigentlich gar nicht vorstellen können. „Unser Mund war voll Lachen” bedeutet, dass unser ganzes Wesen voll Lachen ist. Alles in uns geht plötzlich auf, wenn wir zu Hause sind. Da muss man sich nicht mehr zusammenreissen, um Lobpreis zu machen, sondern da bricht unser ganzes Wesen in Lobpreis aus. Nachdem der Psalmist das gespürt und erkannt hat, schaut er zurück und sagt etwas über den Weg, der nach diesem Zuhause führt. „Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten.” Da wird von Tränen gesprochen; Tränen, die verbunden werden mit dem Säen. Samen streuen, Hinausgehen, Säen hat offenbar etwas mit der Realität von Tränen zu tun. Warum? Zuerst einmal: Wenn Säen damit zu tun hat, dass wir bis zu Tränen getrieben werden, dann heisst das, dass es sich um etwas handelt, was anstrengend ist, uns viel kostet, an unsere Substanz geht, uns traurig macht. Wenn wir weinen, dann aus Trauer, aus Ohnmacht, weil wir an unsere Grenzen kommen. Wenn wir an unsere Grenzen stossen und spüren, dass wir hier selber nichts mehr tun können, kommen uns die Tränen.


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Gott lässt uns an unsere Grenzen kommen

Offenbar ist es so, dass uns Gott auf unserem Weg nicht bewahrt vor Tränen, uns nicht davor bewahrt, an unsere Grenzen zu kommen, nicht davor bewahrt, in die Trauer hineinzukommen, nicht davor bewahrt, dass wir unsere Ohnmacht erleben, nicht davor bewahrt, dass wir in einen Zustand geraten, wo wir nur noch weinen können. Sonst wäre da nicht von Tränen die Rede. Wir haben auf dem Weg mit Jesus, wenn wir ihm dienen, immer wieder das Gefühl, er müsste vor uns her den Weg immer schön eben machen und jedes Steinchen aus dem Weg räumen. Dann kommt der Feind und sagt: „Ist denn das ein Weg des Lebens, der so an die Grenzen führt, der mit Tränen, Ohnmacht, Leiden und Aushalten von Spannungen verbunden ist?”

Wir wissen, wo diese Tränen entstehen; das ist nichts Theoretisches. Wir kommen an die Grenze mit uns selber. Je besser wir uns kennen lernen, je mehr merken wir, wie beschränkt und eng unser Herz ist. Je mehr wir den Mut haben, zu realisieren, wie ungeheuer bedürftig wir sind, desto mehr beginnen wir, an uns selber zu leiden. Das kann uns zu Tränen, an die Grenzen, in die Ohnmacht treiben. Wir wollten es ja ganz anders, doch wir realisieren, dass das nicht so schnell geht. Zwischen dem, was ich im Kopf habe, und dem was wirklich in meinem Herzen ist, besteht ein grosser Graben. Das zu erkennen, kann uns zu Tränen treiben, zum Schrei: „Herr, hilf!” Paulus, der das erlebt hat, schreibt: „Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen?” Er hat plötzlich gesehen, was wirklich in ihm ist, und hat jede Illusion über sich selber verloren. Deshalb ruft er aus: „Ich elender Mensch!” Paulus, so ein begabter Mann, der vieles aufzuweisen hat, endet dort, wo er sagt: „Ich elender Mensch!” Das ist der Schrei von einem, der an seine Grenzen gekommen ist. Paulus weint über sich; er hat realisiert, wer er eigentlich ist.

Es gibt aber noch ein anderes Weinen; nämlich, wenn wir täglich an die Grenzen kommen im Umgang miteinander, geschweige denn im Umgang mit den Menschen, denen wir das Evangelium bringen. Wir wollten gerne, dass das einfach geht - ohne Spannung. Wir sind ständig auf der Suche nach einer Methode, die das Ganze glatt ablaufen lässt, ohne Kanten, ohne Ärgernis. Und wir merken: Es gibt keine solche Methode. In diesem Moment kommen wir an unsere Grenzen. Wir kommen immer wieder an Grenzen. Wenn jemand sagt, dass er nie an Grenzen kommt, habe ich meine Zweifel, ob er wirklich das Evangelium weitergibt und der Sünde in seinem Leben und im Leben der Menschen begegnet ist. An die Grenzen kommen - davor bewahrt uns Gott nicht. Nicht nur das; sondern er sagt: „Wenn dein Erleben dich zu Tränen treibt und du aufgeben willst, weil es schwierig wird, dann ist das die beste Voraussetzung zum Säen.” Und was wird gesät? Es ist ein Säen mit der Verheissung, dass es eine Ernte geben wird mit Freude. Gott will nicht, dass ich aufgebe, abschalte, zurückweiche, sondern dass ich Hoffnung zu säen beginne, genau dort, wo ich an mir leide und die Enge in mir so sehr offenbar wird, dass es mich schmerzt; wo ich das Gefühl habe, dass mir niemand mehr helfen kann; wie Paulus, der sagt: „Ich bin der Letzte. Ich elender Mensch! Für mich gibt es keine Hilfe.” Genau dort erwartet Jesus von uns, dass wir Hoffnung säen, dass wir beginnen, sein Wort in diese Realität hinein zu säen.


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Vorbilder in der Bibel

Was hat die grossen Männer in der Bibel zu den Vorbildern gemacht, die sie sind? Was hat zum Beispiel Abraham zu dem Mann gemacht, der er ist - von dem wir wissen, dass er Freund Gottes und Vater der Glaubenden genannt wird? Wenn jemand zu Tränen getrieben wurde, dann Abraham, der seinen eigenen Sohn nehmen musste, mit ihm während eines ganzen Tages an den von Gott bestimmten Ort wanderte, damit er ihn, die Freude seines Lebens, opfere; seinen eigenen Sohn, den er sein ganzes Leben lang sehnsüchtig erwartet hatte und der, als er ihm geschenkt wurde, den Inbegriff seiner Zukunft und seiner Gotteserfahrung verkörperte. Ich kann mir vorstellen, dass Abraham tausend Tode gestorben ist; wenn jemand zu Tränen getrieben wurde, dann er! Das ist eine Situation, in der jeder von uns sagen würde: „Das reicht, mehr kann Gott mir nicht mehr zumuten. Jetzt ist genug.” Es wäre verständlich gewesen, wenn Abraham so reagiert hätte. Und in dieser Situation fragt Isaak seinen Vater: „Wo ist eigentlich das Lamm?” Das erleben wir ja immer wieder, wenn wir in diesen Situationen überfordert sind; jedermann sieht, dass irgendetwas da nicht stimmt; und nun diese ganz schwierige Frage an Abraham. Und Abrahams Antwort? Keine Ausflüchte, nicht einfach: „Ich weiss nicht.” Sondern Abraham sät in diesem Moment eine Saat, die nachher zur Frucht wird im Leben Isaaks und des ganzen Volkes Israel. Er sagt nämlich: „Gott wird vorsorgen.” Abraham verstand nicht, was geschah, er hatte in diesem Moment keine Antwort. Aber eines wusste er: „In dieser Situation, die ich nicht verstehe, die mich so unendlich schmerzt, die mich an meine Grenzen bringt, weiss ich eines: Gott ist da. Er wird vorsorgen.” - „Er wird sich ein Lamm ersehen.” Abraham hat in diese schwierige Situation hinein Vertrauen und Hoffnung gesät.

Wir gehen weiter und sprechen von Mose. Mose wurde durch das Volk zutiefst enttäuscht, nachdem er alles investiert hatte und es Wunder um Wunder erlebte. Kaum war er für ein paar Tage weg, fiel das Volk in die tiefste Götzendienerei. Mose war am Boden zerstört. Jeder von uns wäre das. Und noch mehr; da kommt sogar Gott und sagt zu Mose: „Ich verstehe dich. Komm, machen wir Schluss mit dem ganzen Volk, ich beginne mit dir etwas Neues!” Wer von uns hätte nicht Ja dazu gesagt, wäre geehrt gewesen: Gott will mit mir ein neues Geschlecht beginnen! Mose wurde zum Freund Gottes, weil er in dieser Situation tiefster Enttäuschung und Grenzerfahrung nicht den einfachsten und leichtesten Weg wählte, sondern sagte: „Herr, um deinetwillen nicht. Um deinetwillen gebe ich nicht auf. Um deinetwillen halte ich an diesem Volk fest. Was könnten die Menschen von dir denken?” Mose war die Ehrfurcht gegenüber Gott wichtiger als seine Enttäuschung. „Herr, ich will nicht, dass die Völker schlecht von dir denken und dein Name entweiht wird.”


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Vertrauen und Hoffnung säen

Die Gottesmänner, die im Reich Gottes Frucht gebracht und ungeheuer vieles bewegt haben, sind Menschen, die Gott an die Grenzen kommen liess, die in Tränen hineinkamen. Aber mitten in diesen Grenzen, mitten in diesem Schwierigen säten sie Vertrauen und Hoffnung. Sie säten mit dem Wort von David: „Und dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hältst mich bei deiner rechten Hand. Wenn ich dich nur habe.”

Oft bringen wir Tränen und Grenzen und eine grosse Nähe Gottes in unserem Leben nicht zusammen. Doch genau darum geht es: Auf dem Weg nach Hause, auf dem wir alle unterwegs sind, ist es Realität, dass diese beiden Seiten zusammengehören. Wer nicht in den Tränen, die er erfährt, das Reich Gottes sät, der wird nicht ernten können. „Weinend gingen sie dahin. Sie gehen und streuen ihren Samen.” Wenn wir an unsere Grenzen kommen, verübelt es uns Gott nicht, dass wir weinen, dass wir ringen. Aber er sagt: „Lauf weiter, vertraue mir; säe Hoffnung, säe Vertrauen; gib mir die Ehre; vertraue mir, dass ich ans Ende komme mit dir; vertraue mir, dass ich vollbringen werde, was ich mir vorgenommen habe; steige nicht aus aus dieser Situation, beginne nicht selber nach Lösungswegen zu suchen!” Wenn wir selber Lösungen suchen, werden wir nur unsere eigene Frucht ernten. Gott sagt: „Wenn du Vertrauen zu mir säst, dann lasse ich dich meine Frucht ernten. Und diese Frucht wird Freude sein.” Wie es im Psalm heisst: „... und sie werden mit Freude ernten. Sie kommen mit Jauchzen und bringen ihre Garben.”


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„Dennoch bleibe ich stets an dir”

Ich will euch Mut machen zu zwei Dingen: Erstens dürfen wir nicht erschrecken und meinen, dass uns etwas Ungewöhnliches geschehe oder Gott unendlich fern von uns sei, wenn wir erleben, dass er uns in Situationen geraten oder an Grenzen kommen lässt, die uns zu Tränen treiben. Zweitens: Wir dürfen dann nicht in Anklage hineinkommen, sondern müssen wissen, dass er mitten in dieser Situation mit uns ist. Gott wartet darauf, dass ich zu säen beginne, weiterlaufe und sage: „Dennoch bleibe ich stets an dir. Was immer du zulässt, ich weiss, dass du gut bist. Ich weiss, dass du meine Enge aufheben wirst. Du wirst mich in die Weite führen. Es steht geschrieben: Und er führte mich hinaus in die Weite. Ich weiss, du wirst das tun. Ich weiss, du wirst die Wüste in mir zu einem blühenden Garten machen. Ich gebe nicht auf, auch wenn noch so viele Steine wegzutragen sind aus diesem Garten. Herr, ich gebe nicht auf, weil ich weiss, dass all diesen Tränen, all diesem Mühen das folgt, was du sagst, nämlich dass du diese Tränen abwischen wirst und dass dann das kommt: "Mit Jauchzen bringen sie ein ihre Garben, mit Freude wird geerntet.”

Was ernten wir? Wir ernten das Erleben einer unaussprechlichen Nähe zu ihm. Gibt es etwas Schöneres, als vor dem Vater zu stehen und von ihm zu hören: „Jetzt hat alles Leiden ein Ende.” Vorbei - alle Not, aller Kampf hat ein Ende. Das wartet auf uns. Auch wenn es sich wie ein Traum anhört und sogar im Psalm gesagt wird, dass es wie ein Traum ist - es ist Gottes Realität. Er sagt: „In diese Realität will ich euch führen, wenn ihr dazu entschieden seid.” Und unsere Antwort soll sein: „Herr, es darf meine Tränen kosten. Ich will weiter auf dich zulaufen. Ich will mich nicht aufhalten lassen. Auch wenn ich das nicht verstehe und all das nicht zusammenbringe, weiss ich, dass du gut bist. Wenn du nämlich nicht gut wärst, würde alles Leben sinnlos werden. Wenn Gott nicht treu wäre, würde alles hoffnungslos werden. Deshalb sage ich: Herr, du bist es. Du bist treu, und ich werde das erfahren. Und ich werde so lange bleiben, bis es in meinem Leben spürbar wird.”


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Lachen, das unser ganzes Wesen erfüllen soll

Gott sei gedankt, dass wir diesen Trost nicht erst dann erleben, wenn wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Gott ist so unendlich barmherzig, dass er uns seinen Trost schon jetzt schmecken lässt. Aber das, was wir jetzt schmecken an Trost, ist nicht vergleichbar, nicht einmal ein Abglanz von dem, was Gott für uns bereit hält. Es ist, um das Wort Trost etwas zu strapazieren, nicht eine Vertröstung, sondern Gottes Wirklichkeit. Schaut, wenn wir uns auf diesen Trost ausrichten und jeden Tag neu sagen: „Herr, ich will dort ankommen”, wird uns das noch einmal ganz anders helfen, unsere Tränen nicht als die einzige Realität zu erleben. Freude ist das Ziel Gottes mit uns. Jubel ist das Ziel Gottes mit uns. Das Lachen, das unser ganzes Wesen erfüllen soll, ist das Ziel Gottes mit uns. Amen.


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